
Nantes
208 km
Montag 7 Juli
Samuel Dumoulin, der kleinste Fahrer im Feld, gewinnt seine erste Etappe bei der Tour de France. Er besiegt die anderen drei Ausreißer im Sprint und holt sich den Sieg, aber der Drittplatzierte kann sich mit dem gelben Trikot trösten.
Die ersten zehn Fahrer der dritten Etappe sind:
1. Samuel Dumoulin (FRA) COF
2. William Frischkorn (USA) TSL
3. Roman Feillu (FRA) AGR
4. Paolo Longo Borghini (ITA) BAR - Abstand 14"
5. Robbie McEwen (AUS) SIL - Abstand 2’03"
6. Erik Zabel (DEU) MRM
7. Oscar Freire (ESP) RAB
8. Thor Hushovd (NOR) C.A
9. Robert Forster (DEU) GST
10. Mark Cavendish (GBR) THR
Die Verfolgergruppe um Menchov beendet soeben die Etappe mit 40 Sekunden RĂĽckstand auf die Gruppe um Valverde.
McEwen wird mit 2’02" Fünfter hinter Dumoulin.
Mit dem Etappensieg von Dumoulin und Feillu, der lange vor Valverde, der noch unterwegs ist, über die Ziellinie geht, können die französischen Fans heute Abend feiern. Sie dürfen sich nicht nur über den erfolreichen Tag freuen, sondern auch über das gelbe Trikot, das morgen ein französischer Fahrer tragen wird.
Der Fahrer von Cofidis schafft es, wieder an Feillu vorbeizuziehen und seinen Vorteil bis ins Ziel zu retten. Romain Feillu ĂĽbernimmt das gelbe Trikot.
Non greift Feillu seinerseits an.
Er beschleunigt 1,5km vor dem Ziel, gefolgt von Frischkorn.
Immer noch kein Angriff im Quartett an der Spitze bestehend aus Paolo Longo Borghini (ITA – BAR), Romain Feillu (FRA – AGR), Samuël Dumoulin (FRA – COF) und William Frischkorn (USA – GAR).
William Frischkorn, der den Ausreißversuch auf dem ersten Kilometer einleitete, wurde zum angriffsstärksten Fahrer der Etappe gewählt.
Die Führenden der Etappe sind weniger als 5km von der Ziellinie entfernt. Ihr Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe beträgt immer noch 2’55".
Noch immer erfolgt kein Angriff auf die vier Ausreißer, die sich nach Kräften bemühen, ihren Vorsprung zu halten. Sie haben immer noch 3’10’’ Abstand auf die erste Verfolgergruppe, während die zweite Gruppe um Menchov-Ricco versucht, ihren Rückstand wettzumachen.
Der Fahrer vom Team Agritubel ist der bestplatzierte Fahrer der Ausreißergruppe. Er muss 18’’ vor Alejandro Valverde über die Ziellinie gehen, um die Führung im Gesamtklassement zu übernehmen.
Die AusreiĂźer haben noch 13km bis ins Ziel zurĂĽckzulegen.
Die Chemie stimmt noch zwischen Paolo Longo Borghini (ITA – BAR), Romain Feillu (FRA – AGR), Samuël Dumoulin (FRA – COF) und William Frischkorn (USA – GAR).
Die erste Verfolgergruppe, in der Valverde und Evans mitfahren, hat 15’’ Vorsprung auf eine zweite Gruppe mit Menchov und Ricco.
Gomez (ESP - SDV) scheidet verletzt aus dem Rennen aus. Er wird ins Krankenhaus gebracht.
Matteo Tosatto und seine Teamkollegen von Quickstep verschärfen das Tempo, während das Quartett an der Spitze 20km vor dem Ziel immer noch 4’30’’ Vorsprung hat.
Durch den Sturz teilt sich das Feld jetzt in vier Gruppen.
Sprick ist schon wieder aufgestiegen und Sorensen schickt sich an, es ihm gleichzutun, aber Gomez liegt immer noch auf dem Boden. Er wird von den Tourärzten untersucht.
Sprick, Gomez und Sorensen sind am Boden.
Im Interview mit dem französischen Fernsehen meinte der Manager des Teams Silence-Lotto, dass die vier Ausreißer alle Chancen der Welt haben: „Wenn sie sich gut verstehen, wird es sehr schwer werden, sie einzuholen. Sie werden auf dem gesamten letzten Stück den Wind im Rücken haben, was ihnen sehr helfen wird. Wir werden natürlich trotzdem versuchen, McEwen in eine gute Position zu bringen, aber ich glaube nicht, dass es einen Massensprint geben wird.“
Die vier Ausreißer haben zu Beginn der Etappe 20km gebraucht, um einen Abstand von 6’ heraus zu fahren. 32km vor dem Ziel ist der Trend umgekehrt. Werden sie es schaffen, ihren Vorsprung auf die Ziellinie zu retten???
Paolo Longo Borghini (ITA – BAR), Romain Feillu (FRA – AGR), Samuël Dumoulin (FRA – COF) und William Frischkorn (USA – GAR) haben die 170-km-Marke 6’ vor dem Peloton passiert.
France Télévisions hat die Zeiten berechnet, die jeder der vier Fahrer in der Ausreißergruppe in den letzten zehn Minuten an der Spitze verbracht hat. Longo Borghini war der aktivste Fahrer mit 36%, gefolgt von Feillu (27%), Dumoulin (21%) und Frischkorn (16%).
Das Team Columbia gibt akutell das Tempo vor, teilt sich diese Aufgabe aber mit FDJ und Bouygues Télécom. Das Team Liquigas ist aber nie weit weg, und jetzt schickt auch Quickstep seine Truppen nach vorn.
Die Fahrer haben heute relativ viel GlĂĽck mit dem Wetter gehabt. Oft fuhren sie auf nassen StraĂźen, aber bei wolkenlosem Himmel. Jetzt prasselt jedoch der Regen auf die Fahrer hernieder.
Das Feld hat die 157-km-Marke passiert. Der Abstand auf die Ausreißer beträgt unverändert 6’45’’.
Paolo Longo Borghini (ITA – BAR), Romain Feillu (FRA – AGR), Samuël Dumoulin (FRA – COF) und William Frischkorn (USA – GAR) haben immer noch 6’45’’ Vorsprung auf das Feld.
Die Männer an der Spitze haben in der vierten Stunde des Rennens 43,3km zurückgelegt, d.h. seit Beginn der Etappe durchschnittlich 39,1 km/h pro Stunde.
Die Demonstranten, die Gelegenheit hatten, ihre Forderungen zu äußern, haben sich wieder an den Straßenrand zurückgezogen und das Peloton passieren lassen.
Einige Demonstranten bringen ihren Unmut zum Ausdruck, haben jedoch die Männer an der Spitze passieren lassen, die zwar bremsen mussten, sich jedoch auf der teilweise versperrten Straßen einen Weg bahnen konnten.
Mehrere Teamkollegen warten auf den Spanier, um ihn wieder an das Peloton heranzubringen.
Diese Gemeinde erlangte Bekanntheit als Geburtsort des ersten bretonischen Siegers der Tour de France: Lucien Mazan, genannt „Petit-Breton“, der kleine Bretone. Der Sieger der Tour von 1907 und 1908 sollte nicht lange in Plessé bleiben, da er den Großteil seiner Kindheit in Buenos Aires verbrachte, was ihm den zweiten Beinamen „der Argentinier“ einbrachte. Petit-Breton war einer der ersten großen Fahrer in der Geschichte des Radsports: er gewann Mailand – San Remo, Paris – Tours, Paris – Brüssel, die Tour de Belgique, schlug den Stundenrekord und war der erste, der sich zweimal nacheinander den Toursieg holte. Als Fahrer auf jedem Gelände zu Hause, intelligenter Strategie und Charakterkopf, wurde er 1909 Berater einer Sportzeitung und kam 1917 im ersten Weltkrieg ums Leben.
Den Statistiken zufolgen, die das französische Fernsehen berechnet, haben die Fahrer der Formation Bouygues Télécom in den letzten zehn Minuten die meiste Zeit an der Spitze des Pelotons verbracht. Die Aufteilung:
33% - Bouygues Télécom
29% - Crédit Agricole
16% - Columbia
11% - Caisse d’Epargne
11% - Liquigas
Der sportliche Leiter von Crédit Agricole, der während des Rennens von letour.fr interviewt wurde, setzt bei der Verfolgungsjagd auch auf die anderen Teams. „Das Timing ist perfekt. Als der Abstand 15’ erreichte, haben wir uns an die Spitze des Felds gesetzt. Mit dem Tempo, das wir jetzt fahren, üben wir Druck auf die Ausreißer aus. Vorher konnten sie in aller Ruhe mit 35 km/h fahren, jetzt zwingen wir sie aber, mit 39 km/h zu fahren und das werden sie spüren. Wir werden mit den anderen Teams natürlich nicht Katz und Maus spielen: wir wollen die Verfolgung aufnehmen, aber nicht im Alleingang. Es gibt ohnehin einige Teams, die ein Interesse daran haben, mitzuziehen, angefangen bei Caisse d’Epargne, die das gelbe Trikot verteidigen möchten. Im Finish wird es Hushovd nicht an Konkurrenz mangeln. Ich denke beispielsweise an Cavendish, aber auch an McEwen, den man nicht vergessen darf.“
Die Zeitung Ouest-France, die heute ihre Titelseite um ein Foto des Pelotons inmitten der Menge am Start von Auray aufbaut, schreibt über die große Beliebtheit, der sich die Tour de France im Westen Frankreichs erfreut. Im Sportteil der Montagsausgabe kommen vor allem die regionalen Fahrer zu Wort, insbesondere David Lelay, der über sein Abenteuer an der Spitze des Rennens spricht. „Es war super. Kurz nach dem Start sind wir am Haus meiner Großmutter vorbeigekommen. Ich habe sogar meine Frau und den Rest meiner Familie in der Menge erspäht.“
Von den 179 Fahrer, die noch im Rennen sind, stellt Frankreich die größte Delegation mit 39 Teilnehmern, gefolgt von Spanien (30) und Italien (21).
39: Frankreich (40 Fahrer zu Beginn, vor Aufgabe von Duclos-Lassalle – COF - auf der ersten Etappe)
30: Spanien
21: Italien
16: Deutschland
12: Belgien
10: Niederlande
9: Australien
4: Russland, Schweiz und USA
3: GroĂźbritannien, Kolumbien und Luxemburg
2: Norwegen, Ă–sterreich, Schweden, SĂĽdafrika, Ukraine und WeiĂźruĂźland
1: Brasilien, Dänemark, Kanada, Kasakhstan, Neuseeland, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik
Paolo Longo Borghini (ITA – BAR), Romain Feillu (FRA – AGR), Samuël Dumoulin (FRA – COF) und William Frischkorn (USA – GAR) haben aktuell 9’15’’ Vorsprung auf ihre Verfolger.
Eine Regenjacke hatte sich im Hinterrad des Niederländers verfangen. Maaskant, der im Frühjahr beim Rennen Paris-Roubaix glänzte, bemüht sich, wieder zum Peloton aufzuschließen.
Bei der Durchfahrt durch die Versorgungszone (bei 109,5km) hat das Hauptfeld 9’15" Abstand auf die Ausreißer an der Spitze.
Der Fahrer, der auf der ersten Etappe Dritter wurde (Jerome Pineau), und der, der den ersten Ausreißversuch der diesjährigen Tour initiierte (Lilian Jégou), stammen beide aus der Stadt, die als Kulisse für den Zieleinlauf der heutigen Etappe dient.
In der dritten Stunde lag die mittlere Geschwindigkeit bei 38,2km/h. Der Durchschnitt für die ersten drei Stunden beträgt 37,7km/h.
Frischkorn, Dumoulin, Feillu und Longo Borghini sind soeben in der Versorgungszone eingetroffen (bei 109,5km) und das Feld passiert währenddessen Maure-de-Bretagne (bei 103km). Der Abstand beträgt 9’50".
Die Ausreißer haben soeben den Ort Maure-de-Bretagne (nicht zu verwechseln mit dem gestrigen Anstieg Mur-de-Bretagne) hinter sich gelassen, der an der 103-km-Marke liegt. Sie haben also gleich die Hälfte der heutigen Etappe mit 208km Länge hinter sich gelassen. Die Straßen sind nass, aber es hat aufgehört zu regnen und momentan scheint die Sonne.
Die Aufholjagd zeigt erste Ergebnisse. Bei der letzten Zeitmessung lag das Feld 10’45" hinter Frischkorn, Dumoulin, Feillu und Longo Borghini, die auf dem ersten Kilometer davonzogen und zwischenzeitlich einen Abstand von 14’50" erreichten.
Einer der Fahrer, die heute an der Spitze des Felds den Ton angeben, ist Adam Hansen. Er stammt aus Cairns im Norden Queenslands, Australien. Dies ist zwar seine erste Tour de France, aber lange Fahrten sind ihm nicht unbekannt. Im Alter von 17 Jahren entschieden er und ein Freund, sich ein Stück der Welt vom Fahrrad aus anzusehen. „Wir beschlossen, mit leichtem Gepäck zu reisen", erzählte er vor kurzem LeTour.fr, „deshalb haben wir uns noch nicht einmal mit Rucksäcken aufgehalten.
Stattdessen haben wir einen Kanister in der Mitte durchgesägt, ein Paar Shorts und eine Bankkarte eingepackt und sind aufgebrochen. Wir haben am Straßenrand geschlafen und sind jeden Tag soweit gefahren, wie wir kamen. Wir sind bis nach Brisbane gefahren und haben unterwegs nur einmal im Haus eines Freunds übernachtet. Ansonsten haben wir uns in Bächen und Flüssen und am Strand gewaschen.“
Als sie die Hauptstadt des Staats erreicht hatten, machten sie kehrt und fuhren wieder nach Hause. Für diejenigen, die mit der australischen Geographie weniger vertraut sind, sei gesagt, dass dies eine gehörige Strecke ist. Wie weit genau? „Och, es waren etwa 2.100km, in jede Richtung“, erklärt Hansen beiläufig.
An der Spitze des Pelotons sehen wir Fahrer von Columbia, Crédit Agricole, Caisse d’Epargne und Liquigas. Marcus Burghardt, Sieger des Rennens Gent-Wevelgem 2006, gibt aktuell das Tempo vor. Der Abstand des Hauptfelds auf die vier Ausreißer beträgt derzeit 13 Minuten.
Der Mechaniker vom Team CSC hat soeben Anpassungen an Andy Schlecks Schuh vorgenommen. Alle Fahrer in dieser Formation haben Pedale von Speedplay mit einer doppelseitigen Konstruktion, deren Rastmechanismus auf einer unter dem Schuh sitzenden Klammer basiert.
LeTour.fr bat den sportlichen Leiter von AG2R La Mondiale zu Beginn der Etappe um seine Einschätzung. „Es ist natürlich eine Etappe, die den Sprintern liegt“, sagte Vincent Lavenu. Die Teams, die Spezialisten für diese Art von Strecke haben, sollten nach den ersten zwei Tagen, die nicht gerade für die schnellen Fahrer prädestiniert waren, versuchen, das Rennen zu kontrollieren. Wir für unseren Teil werden darauf achten, dass sich keine größere Ausreißergruppe bildet.
Gestern hatten wir einen schweren Tag, aber es sieht nicht so schlimm aus. Stéphane Goubert hat eine geprellte Rippe und hat deshalb Schmerzen beim Atmen, aber er hält durch. Riblon und Dupont sind auch auf den ersten beiden Etappen gestürzt und laborieren immer noch an Verletzungen, aber sie halten sich wacker.“
An der 64-km-Marke erreichten die Ausreißer mit 14’50" den größten Vorsprung auf das Feld. Seit Adam Hansen vom Team Columbia das Tempo vorgibt, hat sich der Abstand auf 14’05" verkürzt.
Zwei Fahrer von Columbia haben sich an die Spitze des Hauptfelds gesetzt (zusammen mit dem Team Caisse d’Epargne in schwarz und rot). Einige Fahrer von Crédit Agricole ziehen mit. Adam Hansen von Columbia, der Zimmergenosse von Mark Cavendish, gibt das Tempo vor. Er gilt als einer der Favoriten, sollte die dritte Etappe mit einem Sprint enden.
Fabian Wegmann hatte nach einem Sturz wieder zum Feld aufgeschlossen, musste aber erneut anhalten, um sich ein neues Rad bei seinem Gerolsteiner-Mannschaftswagen zu holen.
Im Peloton kommt es zum Sturz, in den der deutsche Meister Fabian Wegmann (GST) verwickelt ist. Er steht schon wieder und nimmt jetzt Korrekturen an seinem Rad vor. Er scheint keine offensichtlichen Verletzungen davongetragen zu haben und wieder aufsteigen zu wollen.
Bei einem Abstand des Pelotons auf die Führenden von 14’50" ist es an der Zeit, die Verfolgung aufzunehmen. Zwei Fahrer vom Team Columbia setzen sich an die Spitze des Felds und starten die Aufholjagd auf Frischkorn, Dumoulin, Feillu und Longo Borghini.
Die mittlere Geschwindigkeit betrug in der zweiten Stunde 35,1km/h. Damit liegt der Durchschnitt fĂĽr die ersten beiden Stunden bei 37,5km/h.
Das Feld erreicht die 60-km-Marke. Der Abstand auf das Quartett um Feillu beträgt 13’50".
Die letzte reguläre Etappe, die in Nantes endete, wurde 2000 ausgetragen. Damals gipfelte die 161,5km lange Etappe aus Loudon in einem Massensprint. Unter den zehn besten Fahrern von vor acht Jahren waren zwei Fahrer, die auch 2008 im Starterfeld sind: Erik Zabel – der heute seinen 38. Geburtstag feiert – und Stuart O’Grady - Sieger des Rennens Paris-Roubaix 2007:
1. Tom Steels (BEL)
2. Marcel Wust (DEU)
3. Erik Zabel (DEU)
4. Jans Koerts (NED)
5. Stuart O’Grady (AUS)
Die Punkte fĂĽr den dritten Zwischensprint der Etappe gingen an:
1. William Frischkorn (USA) TSL - 6 Pkte
2. Roman Feillu (FRA) AGR - 4 Pkte
3. Samuel Dumoulin (FRA) COF - 2 Pkte
Die vier Ausreißer haben die 57-km-Marke der heutigen Etappe, die über 208km führt. Sie liegen 11’30" vor Feld und erreichen gleich den Sprint in Montauban-de-Bretagne. Diese Prämie erwartet die Fahrer an der 62-km-Marke.
Am zweiten Zwischensprint (bei 48,5km) hat das Peloton aktuell 11’30" Abstand auf die vier Ausreißer. Den größten Vorsprung erreichten Frischkorn, Dumoulin, Longo Borghini und Feillu mit 11’45" an der 43,5-km-Marke.
Alejandro Valverde fährt heute den zweiten Tag im gelben Trikot. Der Etappensieger des ersten Tages wurde gestern Zwölfter und ist froh, dass er die Etappe unbeschadet überstanden hat.
“Aufgrund der Streckenführung, des Winds und der Tatsache, dass wir die Ausreißer jagen mussten, war die Etappe sehr schnell“, sagte der Spanier gestern über die zweite Etappe. Es war hart und auch ein wenig gefährlich, aber ich möchte betonen, dass es wirklich schön war, die zweite Etappe der Tour im gelben Trikot zu fahren.
Ich war wirklich bewegt, so viele Menschen an der Strecke zu sehen, die mich angefeuert und meinen Namen gerufen haben.
Ich glaube, dass sich heute alle Fahrer im Feld verausgabt haben. Es bleibt abzuwarten, ob die morgige Etappe, die leichter zu sein scheint, am Vortag des Zeitfahrens am Dienstag ruhiger wird.“
An der 43,5-km-Marke betrug der Abstand des Felds auf die Ausreißergruppe 11’45".
Die Punkte des zweiten Sprints an der 48,5-km-Marke in Béchérel gingen an:
1. Paolo Longo Borghini (BAR) - 6 Pkte
2. Roman Feillu (AGR) - 4 Pkte
3. William Frischkorn (TSL) - 2 Pkte
Das Feld hat gerade die 36-km-Marke im Ort Saint-Andre-des-Eaux passiert. Der Abstand auf Frischkorn, Longo Borghini, Dumoulin und Feillu beträgt 10’30".
„Jeder Tag, an dem das Rennen läuft und wir uns von Ärger fernhalten, ist ein guter Tag“, sagt Matt White vom Team Garmin-Chipotle. „Bisher schlagen wir uns gut. Dave (Millar) hat eine gute Position und ist bereit, ein starkes Zeitfahren hinzulegen. Trent (Lowe) und Christian (Vande Velde) haben auch zuverlässig ihre Leistung gebracht und ich bin von ihrem Auftritt beeindruckt.
Es war natürlich schade, dass Julian (Dean) gestern im Finale gestürzt ist. Sein Rad ist gebrochen – es hat seinen Rahmen hinten zerrissen und der Reifen ist geplatzt – aber wenigstens hat er sich nicht verletzt. Diese Etappe könnte ihm liegen, falls es wieder zum Sprint kommt, aber im Moment hoffen wir, dass die Ausreißergruppe um Frischkorn in Führung bleibt. Sollte sie eingeholt werden, schauen wir, was wir machen können. Es ist für uns schwierig, Julian nach vorn zu bringen, weil wir nur Magnus und Maaskant als Helfer haben, aber er weiß, wie man bei den anderen Teams mitfährt.“
Die AusreiĂźer haben in der ersten Stunde der dritten Etappe 39,9km zurĂĽckgelegt.
Das Peloton nähert sich der Gemeinde Calorguen, wo Martine Hinault Bürgermeisterin ist. Ihr Mann war während seiner aktiven Rennlaufbahn bei der Tour de France kein Unbekannter...
An der 31,5-km-Market beträgt der Abstand des Felds auf die vier Ausreißer 9’50".
„Wir wollten heute jemand nach vorn schicken“, sagt der sportliche Leiter des Teams Garmin-Chipotle. Genau das haben sie dank der Angriffslust des amerikanischen Fahrers William Frischkorn erreicht, der bereits auf dem ersten Kilometer davonzog. „Will ist hoch motiviert und hat auch die entsprechende Form. Es mag zwar seine erste Tour de France sein, aber ich bin wirklich beeindruckt, wie er an die Sache herangeht“, kommentiert sein australischer Sportdirektor weiter.
„Während des Großteils seiner Karriere ist er in Amerika Rennen gefahren und gehört jetzt seit einigen Jahren diesem Team an. Er hat nicht lange gebraucht, um sich an die Rennen in Europa zu gewöhnen. Selbst beim Rennen Mailand - San Remo, einem seiner ersten auf dem alten Kontinent, war er in einer Ausreißergruppe dabei. Und er ist im Vorfeld der Tour sehr gut gefahren. Er hat ein Rennen in Holland (mit Chris Sutton) gewonnen und ist dann zur Feinabstimmung vor der Tour nach Rudd du Sud gegangen.“
Das Feld lässt die Ausreißer davonziehen. Bei der letzten Zeitmessung hatten die ‚Flüchtigen’ 8’20" Vorsprung und es steht zu erwarten, dass sie diesen noch ausbauen werden. Im Moment regnet es nicht, aber der Himmel ist wolkenverhangen und es sieht nach Regen aus.
Wie sieht es mit der heutigen Etappe aus? „Ich glaube, dass wir heute viel Seitenwind haben werden und das macht alle nervös“, meint Scott Sunderland, der sportliche Leiter des Teams CSC. „Die Sache ist die, dass die Sprinterteams heute aktiv werden und die Verfolgung möglicher Ausreißer übernehmen müssen. Ich denke, dass heute Crédit Agricole in die Rolle schlüpfen wird, das Tempo für das Peloton vorzugeben. Sie haben gestern gewonnen und werden erpicht darauf sein, Hushovd wieder in eine gute Position zu bringen.
Cavendish wird auch scharf auf einen Etappensieg sein, deswegen darf man wohl auch davon ausgehen, dass Columbia heute einen Teil der Arbeit übernimmt. Die Sprinter werden hoch motiviert sein, weil die Tour 2008 für sie nicht viele Etappen bietet. Sie müssen einfach, weil mit dem Zeitfahren morgen und in einigen Tagen für sie wenige Möglichkeiten bleiben.“
„Fabian ist gut gefahren“, sagte Scott Sunderland, der sportliche Leiter von CSC, heute Morgen im Gespräch mit LeTour.fr über die zweite Etappe. „Der Moment war gut, als er antrat, weil er Lücke geöffnet hat, aber als Pozzato die Lücke schloss, beendete das Cancellaras Chance, weil die beiden wie ein Leuchtfeuer für die anderen Fahrer wirkten. Fabian sagte mir: ‚Wenn jemand an deinem Rad hängt, ist es schwierig, auf den letzten Metern bis ins Ziel zu kämpfen.’ Bei dem Gegenwind war es für ihn ohnehin schwierig.“
Jedes Jahr wird im Kontext der Tour de France eine Massenfahrt veranstaltet. Das Event findet auf der gleichen Strecke statt, auf der eine Etappe der Rundfahrt ausgetragen wird. In diesem Jahr fand diese Fahrt (Etape du Tour genannt) am ersten Rennsonntag auf der zehnten Etappe von Pau nach Hautacam statt.
Der schnellste männliche Teilnehmer war der Franzose Laurent Four, der die 156km lange Rennstrecke in 5 Stunden, 38 Minuten und vier Sekunden zurücklegte. Unter den weiblichen Teilnehmerinnen war Magda Saint Jean die schnellste. Sie brauchte 6 Stunden, 19 Minuten und 17 Sekunden.
Die Punkte fĂĽr den ersten Sprint an der 21,5-km-Marke gingen an:
1. Samuel Dumoulin (FRA) COF - 6 Pkte
2. Paolo Longo Borghini (ITA) BAR - 4 Pkte
3. Roman Feillu (FRA) AGR - 2 Pkte
Das Hauptfeld ist noch 5km vom ersten Sprint entfernt. Der Abstand auf die vier Ausreißer beträgt 6’30".
Feillu (AGR), Dumoulin (COF), Longho Borghini (BAR) und Frischkorn (TSL) haben jetzt 5’40" Abstand auf das Peloton, das vom Team Caisse d’Epargne kontrolliert wird.
Ein Thema, das sicher die dritte Etappe beherrschen wird, sind die wechselnden Wetterbedingungen. Nach einem trockenen Start hat es zwischenzeitlich angefangen zu regnen. Einige Fahrer haben sich an das Ende des Felds zurĂĽckfallen zu lassen, um Jacken von ihren Teamfahrzeugen in Empfang zu nehmen.
Als das Peloton die 10-km-Marke passierte, hatte es 4’50" Rückstand auf Frischkorn, Dumoulin, Feillu und Longo Borghini.
Erik Zabel (MRM), zwölfmaliger Etappensieger der Tour de France, feiert heute seinen 38. Geburtstag. Er fährt seit 18 Jahren bei den Profis, nachdem er 1991 Zweiter der deutschen Amateur-Meisterschaft wurde und einen Vertrag mit dem Team Continental unterschrieb. Er konnte seither 219 Rennsiege für sich verbuchen (einschließlich der gelegentlichen Auftritte im Velodrom beim Sechstagerennen). Dies ist seine 14. Tour de France.
Seinen letzten Etappensieg bei der Tour holte er 2002, als er Oscar Freire und Robbie McEwen auf der sechsten Etappe von Fourges-les-Eaux nach Alençon auf die Plätze verwies.
Den letzten Sieg verzeichnete Zabel am 27. Februar 2008 auf der zweiten Etappe der Vuelta Valenciana.
William Frischkorn vom Team Garmin-Chipotle zeichnet fĂĽr diesen AusreiĂźversuch verantwortlich. Er wird von Samuel Dumoulin (Cofidis), Paolo Longo Borghini (Barloworld) und Romain Feillu (Agritubel) gejagt.
An der 7-km-Marke hat das Peloton 3’00" Abstand auf die vier Ausreißer.
Die Tour ist in diesem Jahr bereits zum siebten Mal zu Gast in Saint Malo. Die Stadt, in der in diesem Jahr die dritte Etappe startet, war erstmals 1949 Zielort, als Ferdi Kubler sich den Etappensieg holte, nachdem er vier andere Ausreißer am Ende einer 293km langen Etappe von Rouen schlug. Der Sieger der Tour 1947, Jean Robic, führte das Peloton mit 5’30” Abstand auf den Schweizer Fahrer über die Ziellinie.
Weitere Fahrer haben in Saint Malo Etappensiege geholt: Andre Darrigade (1960), Walter Godefroot (1967) und Patrick Sercu (1974). Am Tag nach Darrigades Sieg entschied ein AusreiĂźversuch zwischen Saint Malo und Lorient ĂĽber den Gesamtsieger der damaligen Tour.
An der 5-km-Marke haben die Ausreißer bereits einen Vorsprung von 1’40".
Vier Fahrer ĂĽbernehmen die FĂĽhrung auf der dritten Etappe: Feillu (AGR), Dumoulin (COF), Longho Borghini (BAR) und Frischkorn (TSL) haben auf dem zweiten Kilometer angegriffen. Sie fahren 30" Vorsprung auf das Feld heraus.
Riccardo Ricco hatte nur drei Renntage, seit er den Giro d’Italia am 1. Juni als Zweiter beendete, aber der Italiener ist eine geborene Kämpfernatur und ein Naturtalent. Dank zweier Top-10-Platzierungen am Eröffnungswochenende (Fünfter auf der ersten Etappe, Achter auf der zweiten) führt er das Nachwuchsklassement an. Er hat sechs Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten des Giro 2007, Andy Schleck (CSC), während Yury Trofimov (BTL), Sieger der Etappe der Dauphiné Libéré nach Morzine Anfang Juni, auf dem dritten Platz liegt.
Es sind noch 179 Fahrer im Rennen. Stéphane Goubert hat sich bei einem Sturz auf der zweiten Etappe einen Rippenbruch zugezogen, startet aber. Bisher ist nur ein Fahrer ausgeschieden: Herve Duclos-Lassalle (nach einem Sturz in der Versorgungszone am Eröffnungstag).
Offizieller Start der dritten Etappe war um 12h31.
Thomas Voeckler vom Team Bouygues Télécom hat bei dieser Tour bereits 296km lang angegriffen. Der in Martinique geborene Fahrer gestand, dass seine Ausreißversuche am Eröffnungstag viel Kraft gekostet haben, aber die Mühe hat sich für ihn gelohnt: er geht einmal mehr im Punktetrikot an den Start. Er führt in der Bergwertung mit 19 Punkten und hat somit acht Punkte Vorsprung auf den ‚aktivsten’ Fahrer der gestrigen Etappe, Sylvain Chavanel (COF), und 10 Punkte Vorsprung vor seinem Mitstreiter beim Ausreißversuch am ersten Tag, Björn Schröder (MRM). Der Sieger im Klassement des ‚angriffsstärksten’ Fahrers der Tour 2006, David de la Fuente (SDV), belegt mit vier Punkten den vierten Rang.
Die Fahrer nähern sich dem offiziellen Start. Die Wetterbedingungen sind im ersten Teil der Etappe gut, sollen sich aber im Laufe des Tages verschlechtern. In Saint Malo weht starker Wind, aber es ist zumindest trocken, was mehr ist als man von Nantes behaupten kann, wo es heute Morgen sintflutartig regnet hat. Dies erinnert an 2003, als hier die vorletzte Etappe im einhundertsten Jahr der Tour de France endete und es den ganzen Tag in Strömen regnete.
Durch seinen vierten Platz auf der ersten Etappe und den zweiten Platz gestern hat Kim Kirchen (THR) insgesamt bereits 54 Punkte im Rennen um das grüne Trikot gesammelt. Der Luxemburger führt mit fünf Punkten vor dem Sieger der ersten Etappe, Alejandro Valverde, und mit acht Punkten vor dem Sieger der zweiten Etappe, Thor Hushovd (C.A). Oscar Freire (RAB) belegt mit 36 Punkten den zweiten Rang des Punkteklassements, während der Etappenzweite des ersten Tags, Philippe Gilbert (FDJ), auf dem fünften Platz liegt (32pts).
Alejandro Valverde vom Team Caisse d’Epargne fährt heute den zweiten Tag im gelben Trikot. Der Sieger der ersten Etappe führt mit einer Sekunde Vorsprung vor dem gestrigen Verfolger Kim Kirchen (THR). Ein weiterer Spanier, Oscar Freire (RAB), liegt nach zwei Etappen auf dem zweiten Platz, gefolgt von seinem Landsmann Juan Jose Cobo (SDV), während der Australier Cadel Evans sich derzeit auf dem fünften Platz tummelt. Die Fahrer vom zweiten bis zum 13. Platz in der Gesamtwertung haben alle nur eine Sekunde Rückstand auf Valverde. Der Sieger von Saint-Brieuc, Thor Hushovd (C.A), belegt mit sieben Sekunden Abstand auf den spanischen Meister derzeit den 14. Platz im Gesamtklassement.
Das Feld wird eine 9,7km lange neutrale Zone durchfahren, bevor Christian Prudhomme die weiĂźe Fahne aus dem Fahrzeug des Rennleiters schwenken wird, um den offiziellen Start der dritten Etappe der 95. Tour de France anzuzeigen. Dies wird fĂĽr 12h30 erwartet.
Der planmäßige Start der 208km langen Etappe von Saint Malo nach Nantes ist um 12h10. Die Wetterbedingungen sind äußerst ungünstig. Am Start bläst heftiger Wind, während es am Ziel stark regnet. Die Wettervorhersage kündigt für den ganzen Tag Regenschauer an.
Die lange Etappe, die durch drei Departements führt - Ille-et-Villaine, Côtes-d’Armor und Loire-Atlantique – bietet keine Anstiege. Dafür gibt es jedoch im ersten Teil der Etappe drei Sprints, und zwar in Saint-Piat (bei 21,5km), Béchérel (48,5km) und Montauban-de-Bretagne (62km).
Die Live-Berichterstattung beginnt in wenigen Minuten.